Transdanubien-Bücher

Heuer gibt es gleich zwei neue Transdanubien-Bücher, die für herrlichen Schmöker-Spaß sorgen: „Es geschah in Transdanubien“ von Thomas Hofmann ist im Frühling in der Edition Winkler-Hermaden erschienen. Und jetzt im Herbst ist „Transdanubien – Floridsdorf und Donaustadt. Spuren der Jahrhunderte“ von Peter Schubert im Kral Verlag herausgekommen.

Cover Es geschah in Transdanubien 300px

Thomas Hofmann
Es geschah in Transdanubien – Neuigkeiten und Bilder von damals
€ 21,90

Ich nehme mir dieses Buch immer wieder zur Hand, um wenig darin zu blättern und zu lesen. Die enthaltenen Zeitungsartikel sind im Originaltext abgedruckt und aus der heutigen Zeit teilweise ziemlich lustig. Ich finde es interessant und spannend, was sich im Lauf der Geschichte bei uns abgespielt hat und was die damaligen Zeitungen berichtenswert fanden.

Inhaltsangabe vom Verlag Winkler-Hermaden:
Mit seinem neuen Buch führt Thomas Hofmann den Leser nach Transdanubien. Er hat in alten Zeitungen gestöbert – und viele erinnerungswürdige Ereignisse wiederentdeckt. Die historischen Zeitungsberichte geben einen einmaligen Einblick in das Leben des heutigen 21. und 22. Bezirkes. Der zeitliche Bogen spannt sich vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Besatzungszeit nach 1945.

Wir sind dabei, als Kaiser Franz Joseph I. im Juni 1905 für die Grundsteinlegung der St. Leopoldskirche zum ersten Mal nach 43 Jahren wieder nach Floridsdorf kommt und im Juni 1913 auf dem Flugfeld in Aspern Graf Zeppelin mit seinem Luftschiff „Sachsen“ landet. Die Eröffnung des Flughafens auf dem Überschwemmungsgebiet im Mai 1923 sowie das Floridsdorfer Fußballderby vom Oktober 1925 zwischen Admira und FAC sind weitere Themen des Buches.

Wir erleben die Gründung der Gartenstadt in Jedlesee im Jahr 1926 und die Betriebsaufnahme des Großsenders am Bisamberg im Mai 1933. Berichte über die Februarunruhen des Jahres 1934 mit den Artillerieschüssen auf den Schlingerhof, den Bau der Reichsbrücke im Jahr 1937 sowie die Eröffnung des Gänsehäufels als Familienbad im Jahr 1943 dürfen nicht fehlen.

Das Buch beinhaltet auch „Ereignisse“ aus Breitenlee, Bruckhaufen, Donaufeld, Hirschstetten, Jedlersdorf, Kagran, in der Lobau und Schwarzlackenau, in Strebersdorf oder Süßenbrunn. Neben der „hohen Politik“ gibt es Berichte über das Alltagsleben bis hin zu Diebstahl, Mord und Totschlag. Zeitgenössische Fotografien und historische Ansichtskarten sowie Faksimiles von Zeitungsgrafiken illustrieren die jeweiligen Orte des Geschehens.


Cover Transdanubien 300px

Peter Schubert
Transdanubien – Floridsdorf und Donaustadt, Spuren der Jahrhunderte
€ 26,90

Inhaltsangabe vom Kral Verlag:

Floridsdorf und Donaustadt gibt es erst seit 1954 als zwei Bezirke, ein Großteil des Gebietes ist erst seit 1904/05 bei Wien – aber Spuren menschlichen Lebens gehen bis zu 5.000 Jahre zurück und berichten von Mord und Überschwemmungen, Zuwanderung und Antisemitismus, von österreichischen Heldenepen und bitterer Armut. Die beiden Bezirke waren wichtige Industriestandorte und haben Anteil am Nationalpark Donauauen, sie sind Freizeitparadiese und waren Schauplätze des Bürgerkrieges, neben der heutigen UNO-City gab es die Favelas von Wien und die Hinrichtungsstätte der NS-Zeit. Hier sollte die Hauptstadt Niederösterreichs und Jahre später ein „Hamburg des deutschen Ostens“ entstehen. Der Bildhauer Georg Raphael Donner wurde hier geboren, wie auch Bundespräsident Franz Jonas und der Arzt Clemens von Pirquet. Und wo Napoleon während seiner ersten Niederlage sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, propagierten hundert Jahre später Nackte ein freies Leben …
Ein „Heimatbuch“ neuer Art, das historische Ereignisse mit ihren Schauplätzen und dem Heute verbindet und das – bisher eher ungewöhnlich – auch literarische und künstlerische Darstellungen einbezieht und damit einen Bogen spannt zwischen dem von Egon Schiele gezeichneten Floridsdorfer Weinkeller und den amourösen Abenteuern des „Herrn Karl“ im Überschwemmungsgebiet …


Ich bin froh, dass ich beide Bücher habe, es wäre zu schwer, mich für eines der beiden zu entscheiden. Die Transdanubien- Bücher eignen sich super als Geschenk, zum Beispiel als Mitbringsel statt Blumen und Wein. Oder für Menschen, die schon alles haben. Auch sogenannte Lesemuffel blättern gern in diesen Werken.

Zu haben sind die Bücher, ihr wisst es, auf jeden Fall bei uns in der Seeseiten Buchhandlung.

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