Donau statt Elbe

orth - donau

Die Vorfreude auf unseren geplanten Hamburg-Urlaub im Mai war riesengroß. Nun haben wir den Urlaub daheim in der Donaustadt verbracht und nicht in der Hansestadt Hamburg. Schön war es trotzdem!

Hurra, die Lokale sind wieder offen

Zum Glück durfte die Gastronomie endlich wieder aufmachen und wir haben uns ein Frühstück beim Ströck am Siegesplatz gegönnt. Im Gastgarten, die Tische unter dem strahlend blauen Himmel wie überall mit gebührendem Abstand zueinander. Ein Genuss!
(Das Donaustädter Unternehmen Ströck feiert übrigens heuer wie ich den 50. Geburtstag. Meinem Standard-Abo lag jetzt das Ströck-Magazin griffig & glatt „50 Jahre – und so knusprig“ bei. Ich nehme an, dass es das Magazin auch in den Filialen gibt – holt es euch, es ist nicht nur schön gemacht, sondern auch echt interessant zu lesen.)

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Dann waren wir auch beim Schanzinger, dem neuen Lokal An den alten Schanzen – die werden uns sicher öfter sehen. Wir waren zu viert essen, alle Speisen waren ausgezeichnet. Vor lauter Hunger habe ich ganz vergessen, Fotos von den Gerichten zu machen.

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Ein bisschen Wasser- und Urlaubsfeeling musste sein. Und so hat es uns zweimal nach Orth an der Donau gezogen. Ein Spaziergang am Wasser, ein Buch in der Tasche und ein Kaffee in der Sonne im schwimmenden Cafe Struden.  Beim Heimfahren haben wir uns Marchfelder Spargel, Erdbeeren und heurige Erdäpfel mitgenommen. Das alles hat die Enttäuschung über den auf hoffentlich nächstes Jahr verschobenen Hamburg-Urlaub leichter erträglich gemacht.

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Ein Ausflug in die Lobau hat ebenfalls viel zu meinem Wohlbefinden beigetragen. Mohn, Margeriten und Kornblumen blühen in der Lobau so wunderschön, wie ich es von den Äckern aus meiner Kindheit im Waldviertel kenne.

Bücher

Gelesen habe ich natürlich viel mehr, als ich bei einem Hamburg-Urlaub lesen hätte können. In der Buchhandlung bekommen wir immer wieder Vorab-Leseexemplare von Verlagen, damit wir dann auch wissen, was wir verkaufen. Da waren in der vergangenen Woche drei Bücher dabei, über die ich noch nicht reden darf, die es aber in sich haben. Ich freu mich schon darauf, sie unseren Seeseiten-KundInnen nach Erscheinen empfehlen zu können.

Ebenfalls in der vergangenen Woche gelesen und für gut befunden:

„Mit 50 Euro um die Welt“ von Christopher Schacht – Um meine Reiselust wenigstens zwischen zwei Buchdeckeln zu stillen. Ein Neunzehnjähriger, der ohne Geld und ohne je ein Flugzeug zu besteigen eine Weltreise macht. Faszinierend!

Auf ganz andere Weise fasziniert hat mich das neue Buch von Chris Lohner „ich bin ein kind der stadt“. Sie schildert ihre Kindheit in Wien von ihrer Geburt im Jahre 1943 bis zur Unterzeichnung des Staatsvertrages 1955.

Cover Himmelwaerts 500px

Außerdem möchte ich euch das höchst empfehlenswerte Buch einer Donaustädter Autorin ans Herz legen: „Himmelwärts“ von Elisabeth Klar. Beim  Residenz-Verlag findet sich diese Inhaltsangabe: „Wir alle spüren es: Der Raum für die, die anders denken, anders aussehen und anders lieben, wird wieder enger, die Bedrohung größer. Noch gibt es das „Himmelwärts“, die glitzernde Bühne der Dragqueens, der Zufluchtsort der Außenseiter und Nachtgestalten. Die gut versteckte Bar ist der einzige Ort, an dem sogar Sylvia sich sicher fühlt. Denn seit Sylvia, das Füchslein, auf der Flucht eine Menschenhaut von der Wäscheleine gerissen hat, lebt sie als Frau unter den Menschen, zusammen mit Jonathan, dem Träumer, dem Weltenretter. Doch als Jonathan ein gefiederter Tumor aus dem Rücken wächst und seine Verwandlung beginnt, wird klar: Nicht alles, was Flügel hat, fliegt, doch für die Utopie des „Himmelwärts“ lohnt es sich allemal zu kämpfen.“ 

Eine Leseprobe hat der Residenz-Verlag auch zu bieten unter https://www.book2look.com/vBook.aspx?id=I8HIg7Qhyk&shoplinkNumbers=none.

Ich habe mir in den letzten Wochen auch Podcasts und Lesungen im Netz mit Elisabeth Klar angehört und war froh, mir die Zeit dafür genommen zu haben, weil mich Buch und Autorin sehr beeindrucken. Die Büchereien Wien haben die Reihe „Corona-Lesungen“ ins Leben gerufen, eine dieser Lesungen ist mit Elisabeth Klar: https://www.youtube.com/watch?v=0eLuyYF2LYQ  Auch beim heuer online stattfindenden Literatur-Festival „Rund um die Burg“ war Elisabeth Klar mit dabei: https://www.youtube.com/watch?v=VBtKhuA-edA

 

2 Gedanken zu “Donau statt Elbe

  1. Liebe Sonja, war nicht die Reise zu mir in Hamburg geplant? Schade!!! Aber Corona wollte es nicht.
    Herzlichen Glückwunsch noch und liebe Grüße aus Hamburg von mir, Elisi

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