Theater im Werkl in Kaisermühlen

Mit „Plädoyer eines Märtyrers“ ist Essling in Kaisermühlen zu Gast. Drehbuch und Regie stammen von Eva Flehschurz nach einer Groteske von Peter Veran. Es spielen Johann Flehschurz, Barbara Deißenberger und Hermann Steier. Nach einer ausverkauften Vorstellung im Februar gibt es jetzt zu meiner großen Freude eine Zusatzvorstellung am 14.3.2026.

Die Esslingerin Eva Flehschurz, die auch jeden letzten Freitag im Monat die wunderbare Schreibwerkstatt „Schreibfreu(n)de im Cafe“ in Essling leitet, hat ein Drehbuch geschrieben. Als Vorlage diente ihr das im Promedia Verlag erschienene Buch „Plädoyer eines Märtyrers“ von Peter Veran. Peter Varan ist das literarische Pseudonym des promovierten Juristen und Historikers Werner Anzenberger. Er war auch bei der Premiere am 7.2.2026 im Kaisermühlner Werkl anwesend und lobte das Stück u.a. mit den Worten „eine ungemein stimmige Fassung„.

„Mehr als acht Jahrzehnte nach dem Februar-Aufstand 1934 gegen die austrofaschistische Diktatur wird der damalige Bundeskanzler Engelbert Dollfuß aus seinem Grab exhumiert und vor Gericht gestellt.“ So lautet der Inhalt der Groteske von Peter Veran, welche vom Esslinger Verein „Kultur im Wohnzimmer“ zum zweiten Mal auf die Bühne gebracht wird. Da ich schon die Premiere am 7.2.2026 unbedingt sehen wollte, aber leider terminlich verhindert war, bin ich sehr froh über diese zweite Vorstellung, für die ich auch schon Karten reserviert habe.

14.3.2026, 19 Uhr
Werkl im Goethehof
Schüttaustraße 1, 1220 Wien
Reservierung unter EviABC22@gmx.at
Abendkassa: € 9,-

Evi Flehschurz hat nicht nur das Drehbuch verfasst, sie führt auch die Regie. Ihr Mann, der Laienschauspieler Hansi Flehschurz, ist genauso ein Tausendsassa wie Evi. Er spielt im Stück nicht nur die Hauptrolle, sondern hat auch das Bühnenbild selbst angefertigt. Weiters spielen noch die Schriftstellerin und gecoachte Amateur-Schauspielerin Barbara Deißenberger sowie Hermann Steier mit.

Plädoyer eines Märtyrers
86 Jahre nach dem Aufstand im Februar 1934 wird der Bundeskanzler dieser Zeit, Engelbert Dollfuß, aus seinem Grab in Wien-Hietzing exhumiert, um ihn vor Gericht zu stellen. Dollfuß soll sich für den Bruch der demokratischen Verfassung der Ersten Republik Österreich im Frühjahr 1933 und nachfolgende Straftaten bis zu seinem gewaltsamen Tod im Juni 1934 verantworten.
Doch Vorsicht – auch wenn eine Groteske ein künstlerisches Stilmittel ist, welches die Darstellung einer verzerrten Wirklichkeit, die auf paradox erscheinende Weise Grauenvolles mit komischen Zügen verbindet – das nachfolgende Theaterstück könnte Ihr historisches Wissen erweitern. Dennoch gute Unterhaltung!“

„Plädoyer eines Märtyrers“ spielt im Jahr 2020. Deshalb beziehen sich alle im Stück genannten politischen Ereignisse auch lediglich auf den Wissensstand bis zum Jahr 2020 und gehen nicht auf die Zeit danach bzw. die aktuelle Situation in Österreich ein.

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